Das Gefängnis bleibt analog
Computer und Internet gehören nicht zum Gefängnisalltag. Ein durchschnittlicher Gefangener verfügt weder über einen Internetzugang noch über eine E-Mail Adresse oder ein Handy. Auch deshalb sind Zeitungen in Haft noch wichtiger als „draußen“. Durch die gesetzliche Festlegung auf den Abonnementbezug sind Zeitungen aber für die meisten Gefangenen zu teuer.
Unsere bundesweite Zeitungsvermittlung für Gefangene wird durch Spenden, Rabatte oder kostenlose Zeitungsexemplare ermöglicht. Über 40 verschiedene Zeitungstitel stehen zur Wahl. Einige Lesewünsche können wir sofort erfüllen. Abhängig von den Spendeneinnahmen sind jedoch auch längere Wartezeiten für einzelne Zeitungen möglich.
Die Zeitungsvermittlung von Freiabonnements für Gefangene ist für Inhaftierte kostenlos. Gefangene erfahren von unserem Angebot über Mundpropaganda oder die Gefangenenzeitung der Anstalt. Leseinteressierte schreiben uns dann oder rufen an. Erhält ein Gefangener eine Zeitung über unsere Vermittlung, wird er gebeten, diese an Mitgefangene weiterzureichen. Im Durchschnitt wird eine Zeitung von 5 – 10 Gefangenen gelesen.
Auch Haftbüchereien, Pfarrer oder SozialarbeiterInnen einer Anstalt können kostenlos Zeitungen über unsere Vermittlung erhalten um sie an den entsprechenden Stellen auszulegen.
