Weihnachtspakete für Gefangene - das letzte Mal
Weihnachten ist für Gefangene eine bedrückende Zeit. Der normale Gefängnisalltag ruht, es gibt wenig Abwechslung. Nach Hause dürfen nur wenige. Für die diejenigen, die Weihnachten in der Haftanstalt verbringen müssen, ist die Einsamkeit besonders spürbar.
Ein Weihnachtspaket bringt etwas Freude hinter Gittern. Viele Gefangene haben niemanden mehr „draußen“, der an sie denkt. Kontakte zu Freunden und Verwandten verlieren sich besonders nach einer längeren Haftzeit. Mit Ihrem Weihnachtspaket geben Sie Inhaftierten das Gefühl, nicht vergessen zu werden und bauen eine Brücke zur Gesellschaft. Wie wichtig das vor allem an Weihnachten ist, erfahren Sie aus den Briefen von Gefangenen.
Das letzte Mal: Gefangene in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen und Niedersachsen dürfen nach Einführung der neuen Landesstrafvollzugsgesetze bereits in diesem Jahr keine Weihnachtspakete mehr erhalten. Das gilt auch für Untersuchungshäftlinge. Diesen Inhaftierten können Sie statt eines Weihnachtspakets Geld für einen Weihnachtseinkauf schenken.
Im nächsten Jahr werden die Bundesländer folgen, die jetzt noch keine neuen Landesjustizgesetze haben. Das bedeutet: keine Weihnachtspakete mehr für Gefangene ab 2012.
