Unser Verein
Freiabonnements für Gefangene e.V. wurde im September 1985 gegründet und ist die einzige bundesweite Zeitungsvermittlung für Inhaftierte. Computer und Internet gehören auch heute noch nicht zum Gefängnisalltag. Deshalb sind Zeitungen weiterhin eine wichtige Informationsquelle. Gefangene können sich mit der Bitte um Finanzierung einer Zeitung oder Zeitschrift an uns wenden.
Unsere Vermittlung ist notwendig, weil gesetzlich geregelt ist, dass Gefangene Zeitungen und Zeitschriften im Abonnement beziehen müssen. Dieses Verfahren ist für die meisten Inhaftierten zu teuer. Auch das Medienbudget der Haftanstalten erlaubt es nicht, Gefangenen genügend Lesestoff kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Unser Verein ist mildtätig und gemeinnützig. Pro Monat erhalten durchschnittlich 2800 Gefangene durch unsere Vermittlung eine Zeitung. Die Zeitungen werden weitergereicht und von durchschnittlich 5-10 Gefangenen gelesen. Pro Halbjahr wenden sich ca. 500 Gefangene neu an uns mit der Bitte um Übernahme der Abonnementkosten; darunter immer häufiger ausländische Inhaftierte.
Jahresrückblick 2011
Freiabonnements für Gefangene konnte 2011 pro Monat durchschnittlich rund 2800 Zeitungen und Zeitschriften in Haftanstalten vermitteln. Es wurden wieder sowohl einzelne Gefangene als auch Haftbüchereien, die in ihren Räumen Spendenzeitungen auslegen, beliefert. Jedes Zeitungsexemplar wird in der Regel von 5-10 Gefangenen gelesen. Die Belieferung ging an Haftanstalten in ganz Deutschland. Zusätzlich erhielten deutschsprachige Gefangene in europäischen Nachbarländern, sowie in der Türkei und den USA Zeitungen über unsere Vermittlung. Auch in mehreren Forensischen Kliniken bundesweit erhielten Gefangene Zeitungen über uns.
Neben Zeitungen vermittelte der Verein im vergangenen Jahr:
- Bücher an 32 verschiedene Haftbüchereien bundesweit,
- 123 Einzelbuchspenden für Gefangene,
- 295 Briefkontakte
- 116 Weihnachtspakete
- 100 Paketersatzspenden
