Auf der Seite der Helfenden
In Berliner Haftanstalten ist die Gruppe der ausländischen Gefangenen seit Jahren konstant hoch. Viele haben keinen Kontakt mehr zu Verwandten, Freunden und Bekannten, vor allem bei längeren Haftstrafen. Bei einigen ausländischen Gefangenen lebt die Familie nicht in Deutschland. Ausländische Inhaftierte mit schlechten Deutschkenntnissen haben Schwierigkeiten mit der Kommunikation innerhalb der Anstalt und leben isoliert.
Neben den Sprachproblemen ergeben sich für ausländische Gefangene vor allem Probleme durch kulturelle oder religiöse Unterschiede.
Im Rahmen des „Runden Tisches für ausländische Gefangene“ suchen wir deshalb Vollzugshelfer/innen mit Migrationsgeschichte. Ehrenamtliche Vollzugshelfer/innen mit einer eigenen Migrationsgeschichte oder intensiven Erfahrungen mit der anderen Kultur können ausländischen Gefangenen eine besondere Hilfestellung geben. Sie kennen Kulturkreis und Sprache, stehen als kundige Gesprächspartner zur Verfügung und können bei Problemen zwischen Haftanstalt und Gefangenen vermitteln. So erlebt auch die Anstalt ausländische Mitbürger/innen auf der Seite der Helfenden.
